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#51 Sehnenanpassung im Training – warum Geduld entscheidend ist


5 Mythen über Sehnen & Training

 

Mythos 1: „Wenn der Muskel stärker wird, ist die Sehne automatisch mittrainiert.“

Falsch.
Sehnen passen sich deutlich langsamer an als Muskelgewebe.

 

Mythos 2: „Sehnenschmerz bedeutet Entzündung.“

In vielen Fällen handelt es sich um eine Tendinopathie
eine strukturelle Anpassungsreaktion, nicht primär eine Entzündung.

 

Mythos 3: „Pause heilt jede Sehnenproblematik.“

Komplette Ruhe führt oft nicht zur Lösung.
Sehnen brauchen dosierte, gezielte Belastung.

 

Mythos 4: „Dehnen hilft bei Sehnenproblemen.“

Dehnen kann entlasten, löst aber keine strukturelle Anpassung aus.

 

Mythos 5: „Sehnenbeschwerden kommen plötzlich.“

Meist sind sie das Ergebnis schleichender Überlastung und zu schneller Progression.

 

5 Fakten über Sehnenanpassung

 

Fakt 1: Sehnen reagieren langsam – aber zuverlässig.

Anpassungsprozesse können Wochen bis Monate dauern.

 

Fakt 2: Exzentrisches Training ist besonders wirksam.

Langsame, kontrollierte Belastungen fördern strukturelle Anpassung.

 

Fakt 3: Sehnen lieben Progression.

Nicht zu viel, nicht zu wenig – sondern gezielte, schrittweise Steigerung.

 

Fakt 4: Schmerz ist steuerbar.

Leichter Belastungsschmerz während kontrollierter Übungen ist oft tolerierbar –
starker, anhaltender Schmerz ist Warnsignal.

 

Fakt 5: Belastung ist Therapie.

Sehnen werden stärker durch kluge Belastung – nicht durch Schonung.

 

Fazit

Wer schneller trainiert, als sich seine Sehnen anpassen können, riskiert Überlastungsbeschwerden.

 

Geduld ist im Sehnentraining kein Zeichen von Schwäche –
sondern von Intelligenz.

 

Anpassung braucht Zeit.
Und kluge Steuerung.

  • Ziehen an der Achillessehne?
  • Reizungen im Knie oder an der Fußsohle?
  • Unsicher, wie viel Belastung sinnvoll ist?

Lass Deine Sehnenfunktion analysieren und Dein Training gezielt anpassen.