5 Mythen über Sehnen & Training
Mythos 1: „Wenn der Muskel stärker wird, ist die Sehne automatisch mittrainiert.“
Falsch.
Sehnen passen sich deutlich langsamer an als Muskelgewebe.
Mythos 2: „Sehnenschmerz bedeutet Entzündung.“
In vielen Fällen handelt es sich um eine Tendinopathie –
eine strukturelle Anpassungsreaktion, nicht primär eine Entzündung.
Mythos 3: „Pause heilt jede Sehnenproblematik.“
Komplette Ruhe führt oft nicht zur Lösung.
Sehnen brauchen dosierte, gezielte Belastung.
Mythos 4: „Dehnen hilft bei Sehnenproblemen.“
Dehnen kann entlasten, löst aber keine strukturelle Anpassung aus.
Mythos 5: „Sehnenbeschwerden kommen plötzlich.“
Meist sind sie das Ergebnis schleichender Überlastung und zu schneller Progression.
5 Fakten über Sehnenanpassung
Fakt 1: Sehnen reagieren langsam – aber zuverlässig.
Anpassungsprozesse können Wochen bis Monate dauern.
Fakt 2: Exzentrisches Training ist besonders wirksam.
Langsame, kontrollierte Belastungen fördern strukturelle Anpassung.
Fakt 3: Sehnen lieben Progression.
Nicht zu viel, nicht zu wenig – sondern gezielte, schrittweise Steigerung.
Fakt 4: Schmerz ist steuerbar.
Leichter Belastungsschmerz während kontrollierter Übungen ist oft tolerierbar –
starker, anhaltender Schmerz ist Warnsignal.
Fakt 5: Belastung ist Therapie.
Sehnen werden stärker durch kluge Belastung – nicht durch Schonung.
Fazit
Wer schneller trainiert, als sich seine Sehnen anpassen können, riskiert Überlastungsbeschwerden.
Geduld ist im Sehnentraining kein Zeichen von Schwäche –
sondern von Intelligenz.
Anpassung braucht Zeit.
Und kluge Steuerung.
- Ziehen an der Achillessehne?
- Reizungen im Knie oder an der Fußsohle?
- Unsicher, wie viel Belastung sinnvoll ist?
Lass Deine Sehnenfunktion analysieren und Dein Training gezielt anpassen.
